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Getestet - Klausuren Klaus - Version 4

veröffentlicht um 13.04.2014, 08:35 von Knut Harms   [ aktualisiert: 13.04.2014, 08:40 ]
Vor vielen Monaten haben wir Ihnen die Software „Klausuren Klaus“ in der Version 3 vorgestellt. Grundlegende Idee von Klaus ist eine automatisierte Korrektur von papierbasierten Prüfungen. Dabei ist ein Einzugsscanner, wie er in kombinierten Faxgeräten oder hochwertigen Kopiermaschinen in Schulen eingesetzt wird, Grundvoraussetzung.  

Nach der Erstellung, dem Druck und der Durchführung der Klassenarbeit wertet Klaus die Multiple-Choice Antworten selbstständig aus. Sollte sich die Software unsicher sein, wird die entsprechende Frage eingeblendet und die Lehrkraft bestimmt, wie es weiter geht. Dabei muss festgestellt werden, dass Klaus eine sehr hohe Trefferquote beim Auswerten der Antworten hat. Mit dem zuvor eingestellten Bewertungsschema werden anschließend umfangreiche Auswertungen ausgegeben. 

Folgende Vorteile ergeben sich mit Klaus:
Große Unterstützung bei der grafischen Erstellung
Weitgehend automatisierte Korrektur von Prüfungen
Offene Fragen sind ebenso wie geschlossene Fragen möglich
Hohe Trefferquote beim Einlesen von Dokumenten
Aussagefähige Statistik zur Prüfungen

Vor wenigen Tagen ist die neue Version des Klausuren Klaus erschienen. Mit großem Interesse und Vorfreude haben wir die Version getestet. 
Zunächst fällt auf, dass die Version chick ist. Obwohl alles wie gewohnt angeordnet ist, sind Teile zu Gunsten eines moderneren Designs aufgehübscht worden. Doch nicht nur das. Viele Kleinigkeiten, die in der Vorgängerversion nicht optimal gelöst waren, hat das Entwicklerteam aufgegriffen und behoben. 

Größtes Manko bei der Version 3 waren die zu klein geratenen Eingabgemöglichkeiten bei der Fragen- und Antworterstellung. Diese sind nun über eine entsprechende Schaltfläche vergrößerbar. Eine große Erleichterung bei der Erstellung einer Klassenarbeit. 




Darüber hinaus sind nun Formatierungen innerhalb der Fragengestaltung möglich und mathematische Formeln integrierbar. Dieses war zwar über das Einbinden einer Grafikauch schon in der Vorgängerversion möglich, der aktuelle Weg ist jedoch wesentlich einfacher. 

Nach der Erstellung der Arbeit werden die Namen der SuS importiert und die Fragebögen als PDF ausgegeben. Alternativ können auch „Pseudoschüler“ angelegt werden. Das sind Prüfungen, bei denen keine Namen angeben sind. 
Der Druck der erstellten Prüfungen sieht entweder vor, dass SuS direkt an der Frage die richtigen Antworten geben können bzw.  dass es am Ende der Prüfung einen speziellen Antwortbogen gibt. In so einem Fall können die Prüflinge die Fragen behalten und lediglich der Antwortbogen wird abgegeben. Des weiteren kann der umfangreichere Aufgabenteil über den Fotokopierer vervielfältigt werden, während der Antwortbogen über einen Drucker ausgegeben wird. 

Gerade in Prüfungsräumen mit wenig Platz könnte die Funktion der zufälligen Anordnung von Fragen und Antworten hilfreich sein. Jede Prüfung sieht damit anders aus. Zu beachten ist dabei allerdings, dass die Besprechung der Klassenarbeit in Anschluss durch die unterschiedliche Reihenfolge schwieriger wird. 

Das schlüssige Konzept der Antworteinordnung über entsprechende Ankreuzfelder wurde beibehalten. 


Neu ist bei der Version 4 die deutlich verfeinerte Möglichkeit der Bepunktungsregeln. Diese lassen weitreichende Möglichkeiten der Punktevergabe zu. 


 
Nach der Durchführung der Leistungsüberprüfung und der Korrektur der offenen Antworten werden die Prüfungen gescannt. Wie in der Vorgängerversion sind dazu einzelne s/w tiff-Grafiken notwendig. Das ist ein wenig schade, bedeutet es doch, dass die meisten Scanner im PDF-Format scannen. Diese Dateien müssen dann zunächst umgewandelt werden. 

Die Auswertung von Fragen funktioniert gewohnt schnell und einfach. Bei Nachfragen wird die entsprechende gescannte Aufgabe eingeblendet und die Lehrkraft entscheidet dann, wie verfahren werden soll. Der anschließende Export in ein CSV Format, das beispielsweise in Excel geöffnet werden kann, funktioniert ebenfalls wie in der Version 3. Damit ist ein Übertragen in die eigene Notenverwaltung ohne Probleme möglich. Des weiteren ist die Tabelle nützlich bei der Besprechung von Noten, wobei datenschutzrechtliche Vorgaben in Bezug auf die informationelle Selbstbestimmung beachtet werden müssen. Leider weist die Tabelle nicht die Punktezahl aus, die für die jeweilige Aufgabe erreicht werden kann. Dass erschwert in einigen Fällen eine zügige Notenbesprechung. 


 
Der Nachbesprechung von Prüfungen kommt bei diesem Verfahren der Prüfungsdurchführung eine besondere Bedeutung zu. Da eine automatisierte Prüfung bei geschlossenen Fragen keine erreichten Punkte auf dem Fragebogen ausweist, verfolgen unserer Erfahrung nach die SuS die Nachbesprechung mit besonderem Interesse.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Software nach wie vor gut funktioniert und absolut hilfreich ist. Sie ist zwar nur um wenige gravierend neue Funktionalitäten erweitert worden, doch gerade diese kleinen Veränderungen sind sehr sinnvoll und machen die Arbeit mit der Software noch effizienter. 

Im Vergleich zur Vorgängerversion ist die aktuelle Version 30 EUR teurer geworden und kostet nun 130 EUR. Da fällt den meisten Lehrerinnen und Lehrern ein Spontankauf wohl schwer. Dennoch ist die eingesparte Zeit dieser Investition gegenzurechnen. Klausuren Klaus ist für uns eine echte Arbeitserleichterung. Klaus setzt Klausuren, bewertet geschlossene Aufgaben, summiert die Ergebnisse und führt gute Statistiken. 
Erwähnenswert ist ebenfalls die Software Fred der Blubbsoft GmbH, mit der sich die erstellten Aufgaben komfortabel in Kategorien verwalten lassen, durch einfaches „Zusammenklicken“ zu einer Prüfung verbinden und anschließend in Klaus importieren lassen. Eine tolle Kombination, die allerdings mit knapp 200 EUR zu Buche schlägt. 

Hier geht es zum Anbieter: https://www.rotstift-sl.de